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Stell dir ein Land vor, in dem über 30.000 Süßwasser-Lochs unter dramatischen Himmeln glitzern, in dem mehr als 125.000 Kilometer Flüsse und Bäche durch raue Täler schneiden und eine rund 10.000 Kilometer lange Küste einige der ursprünglichsten Angelreviere Europas umschließt. Dieses Land ist Schottland. Mit einer Fläche von etwa 78.800 Quadratkilometern nimmt Schottland das nördliche Drittel der Insel Großbritannien ein, begrenzt vom Atlantik im Westen und Norden sowie von der Nordsee im Osten. Von den rund 5,5 Millionen Einwohnern lebt der Großteil im Central Belt, während die weiten Highlands und Inseln herrlich dünn besiedelt sind, teils mit nur 8 Menschen pro Quadratkilometer. Für dich als Angler heißt das: kilometerlange, unberührte Ufer, ruhige Lochs und wilde Küstenabschnitte fast ganz für dich allein. Buche eine Angelhütte in Schottland und tauche ein in eines der letzten großen Wildnis-Angelziele Westeuropas.
Schottland ist nicht einfach nur ein weiteres Angelziel. Hier reichen die Traditionen Jahrhunderte zurück, hier wurde der berühmte Spey Cast am gleichnamigen Fluss geboren und hier ziehen erstklassige Lachsflüsse wie Tay, Spey, Dee und Tweed passionierte Fliegenfischer aus allen Kontinenten an. Doch es gibt noch viele weitere Gründe, warum du eine Angelhütte in Schottland buchen solltest.
Schottlands Flüsse und Lochs beherbergen eine faszinierende Vielfalt an Süßwasserfischen. Der Atlantische Lachs gilt als Ikone und wird oft als König der Fische bezeichnet. Diese kraftvollen Wanderfische kehren aus dem Meer zurück, um in schottischen Flüssen zu laichen. Einen von ihnen mit der Fliegenrute zu fangen, zählt zu den größten Erfolgen im Angelsport. Wilde Bachforellen sind weit verbreitet und seit der letzten Eiszeit hier heimisch. Meerforellen, also Bachforellen, die ins Salzwasser abgewandert sind, erreichen beeindruckende Größen und sind für ihre spektakulären Fluchten bekannt. Hechte sind gefürchtete Räuber in vielen Lochs und bringen häufig über 20 Pfund auf die Waage. Dazu kommen Barsch, Äsche, Regenbogenforelle in Besatzgewässern und Seesaibling. Insgesamt gibt es rund 40 Süßwasser- und Wanderfischarten.
In den schottischen Küstengewässern leben schätzungsweise 250 Meeresfischarten. Vom Ufer oder Boot aus werden regelmäßig Makrele, Pollack, Köhler, Dorsch, Schellfisch, Kliesche, Flunder, Dornhai, Conger und im Südwesten sogar Wolfsbarsch gefangen. Besonders beeindruckend sind die tiefen Sea Lochs an der Westküste. Durch ihre eiszeitlich geformten Tiefen kannst du oft direkt vom Ufer in 30 Metern Wassertiefe angeln, etwas, das im restlichen UK kaum vorkommt. Dank des Golfstroms treffen hier kältere und wärmeliebende Arten aufeinander.
Gefischt wird meist mit der Zweihandrute. An großen Flüssen wie Tay, Spey, Dee und Tweed sind 13 bis 15 Fuß lange Ruten für Schnurklassen 9/10 oder 10/11 Standard. Kleinere Flüsse verlangen nach 11 bis 13 Fuß langen Switch-Ruten. Beliebt sind Skagit-, Scandi- und Schusskopfsysteme. Klassiker wie Willie Gunn, Cascade oder Stoat's Tail werden häufig als Doppel-, Drillings- oder Tubenfliegen gebunden. Wo Spinnfischen erlaubt ist, eignet sich eine 10- oder 11-Fuß-Rute mit 18 bis 30 Gramm schweren Blinkern oder Wobblern.
Für Forellen im Fluss ist eine 9-Fuß-Fliegenrute der Klasse 5 oder 6 mit schwimmender Schnur ideal. An größeren Lochs bietet eine 10-Fuß-Rute mehr Kontrolle. Bewährte Muster sind Trockenfliegen wie Adams, Blue Winged Olive oder Köcherfliegen sowie Nymphen und Streamer. Auf Äsche ist das Euronymphing mit leichten 10- bis 11-Fuß-Ruten sehr effektiv. Eine gut sortierte Fliegenbox, 9-Fuß-Vorfächer mit 4X oder 5X Spitze, hochwertige Wathose und Polarisationsbrille gehören zur Grundausstattung.
Spinnfischen ist weit verbreitet. Mittelschwere bis schwere Ruten, geflochtene Schnur, Stahlvorfach für Hecht sowie Gummiköder, Blinker und Crankbaits decken die meisten Situationen ab. In den kalten Monaten ist das Ansitzangeln mit Köderfisch und elektronischem Bissanzeiger eine entspannte Alternative.
Vom Strand aus nutzt du meist eine Brandungsrute mit passender Rolle. Beliebte Köder sind Wattwurm, Seeringelwurm, Krabbe, Makrelenfilet, Tintenfisch oder Sandaal. Beim Spinnfischen auf Pollack und Köhler funktionieren Jigköpfe, Gummiköder und Metalljigs hervorragend. Paternoster-Systeme sind ein Klassiker auf Makrele.
Wenn du die Rute für einen Tag weglegst, warten unvergessliche Erlebnisse.
Schottland umfasst rund 790 Inseln, etwa 130 davon bewohnt. Von den Southern Uplands über die Central Lowlands mit Edinburgh und Glasgow bis zu den wilden Highlands erlebst du enorme Vielfalt auf kompaktem Raum. Morgens am Fluss, mittags im Schloss, nachmittags in der Destillerie und abends zurück in deiner Hütte. Dank internationaler Flughäfen in Edinburgh, Glasgow, Aberdeen und Inverness ist die Anreise unkompliziert.
Das Wetter ist wechselhaft, aber durch Atlantik und Golfstrom milder als gedacht. Im Juni genießt du im Norden bis zu 18 Stunden Tageslicht. Mit Zwiebellook und Regenkleidung bist du bestens gerüstet.
Neben Haggis und Scotch Broth erwarten dich frische Meeresfrüchte, geräucherter Lachs, handwerklich hergestellter Käse und ausgezeichnete Restaurants. In vielen Küstendörfern bekommst du fangfrischen Fish and Chips. Und natürlich gehört ein Dram Single Malt dazu.
Vielleicht erlebst du ein Ceilidh, besuchst die Highland Games oder genießt einfach die Herzlichkeit der Einheimischen im Pub. Als Angler wirst du überall offen empfangen.
Buche jetzt deine Angelhütte und erlebe die Magie Schottlands selbst. Ob frischer Frühlingslachs am Spey, wilde Bachforelle im versteckten Highland-Loch oder entspanntes Spinnfischen mit Thermoskanne, Schottland bietet dir ein Angelabenteuer, das du so schnell nicht vergisst.