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Wenn du an Spanien denkst, hast du wahrscheinlich sonnige Plätze, Flamenco-Rhythmen und Tapas-Bars im Kopf, die bis spät in die Nacht voll sind. Aber dieses Land hat noch eine andere Seite, die jedes Anglerherz höherschlagen lässt. Spanien liegt auf der Iberischen Halbinsel im Südwesten Europas und umfasst über 505.000 Quadratkilometer unglaublich abwechslungsreiche Landschaft. Mit fast 49,6 Mio. Einwohnern, rund 5.755 Kilometern Küste am Atlantik und am Mittelmeer sowie mehr als 75.000 Kilometern Flüssen und tausenden Seen und Stauseen ist es eines der vielseitigsten Angelziele Europas. Im Norden ragen die Pyrenäen an der Grenze zu FR auf, das Hochplateau Meseta Central prägt das Landesinnere, und die Kanarischen Inseln liegen im Atlantik nahe der afrikanischen Küste. Für dich als Angler bedeutet das vor allem eines: enorme Vielfalt.
Spanien hat eine einzigartige geografische Lage. Die Ost- und Südküste wird vom warmen, meist ruhigen Mittelmeer umspült, während im Norden und Westen die Kraft des Atlantiks und des Golfs von Biskaya spürbar ist. Dazwischen liegt die Straße von Gibraltar, ein schmaler Durchgang, durch den wandernde Fischarten zwischen den Ozeanen ziehen. Das sorgt für einige der spannendsten Angelreviere Europas. Im Landesinneren fließt der Ebro rund 910 Kilometer von Kantabrien im Norden bis zu seinem riesigen Delta am Mittelmeer bei Tarragona. Der Tajo, der Guadalquivir, der Duero und viele kleinere Flüsse schlängeln sich durch Täler und Schluchten, jeder mit eigenem Charakter. Dazu kommen zahllose Stauseen und Gletscherseen wie der Lago de Sanabria. Eine Angelhütte in Spanien kann dir also die Tür zu einem ganzen Anglerleben voller Abenteuer öffnen.
Spaniens Flüsse und Stauseen stecken voller Arten, die von kampfstark bis rekordverdächtig reichen. Hier eine Auswahl:
Auch für Meeresangler hat Spaniens Küste viel zu bieten:
Wenn du am Ebro gezielt auf Wels fischen willst, lass dein leichtes Gerät zu Hause. Spezielle Welsruten mit 2,75 bis 3 Metern Länge und einem Wurfgewicht von 100 bis 300 Gramm sind ideal. Kombiniere sie mit großen Weitwurfrollen und mindestens 300 Metern starker Geflochtener mit 80 bis 100 lb Tragkraft. Bleie ab 250 Gramm helfen, die Montage in der starken Strömung zu halten. Standardköder am Ebro sind große Heilbutt-Pellets von 20 bis 30 mm am Haar über einem Futterteppich aus Pellets. Auch Boilies, Tintenfisch und in Fischöl getränkte Köder funktionieren. Frischer oder lebender Köderfisch ist in Katalonien inzwischen verboten, daher sind Pellets und verarbeitete Alternativen üblich.
Beim Karpfenangeln bewähren sich 3,25 lb Ruten mit Freilaufrollen und Geflecht als Hauptschnur. Haarmontagen mit Boilies von 20 bis 26 mm, Tigernüssen, Mais und Pellets bringen zuverlässig Fisch. Plane ausreichend Futter ein, denn am Ebro brauchst du oft viele Kilo, um die Fische im riesigen Fluss zu sammeln und zu halten.
Für Forellen in den Pyrenäen oder im Norden empfiehlt sich eine Fliegenrute der Klasse 5 bis 7. Nymphen mit Silberkopf, Trockenfliegen wie Black Gnats und kleine Streamer sind effektiv. Auch Spinnfischen mit kleinen Wobblern oder Blinkern läuft gut.
Für Zander und Hecht ist eine mittlere Spinnrute von 2,4 bis 2,7 m mit 10 bis 40 g Wurfgewicht ideal. Eine gute Rolle und Geflecht gehören dazu. Wenn Zander und Wels im selben Gewässer vorkommen, solltest du Stahlvorfächer verwenden.
Vom Ufer aus deckst du mit einer mittelschweren Spinnrute, 20 bis 30 lb Geflecht und einer Auswahl an Metallködern, Jigs und Wobblern viele Situationen ab. Naturköder wie Garnelen, Tintenfisch oder Fischfetzen sind beim Grundangeln an Strand und Felsküste besonders beliebt. Für das Trolling auf Thunfisch, Bernsteinmakrele und andere Pelagische brauchst du schwere Trollingruten, Stand-up-Gerät und verschiedene Köder von Poppern bis zu Schleppköpfen. Charterboote stellen in der Regel die komplette Ausrüstung.
Spanien nimmt seine Fischereivorschriften ernst. Informiere dich unbedingt, bevor du die erste Montage auswirfst. Lizenzen sind Pflicht, egal ob Süß- oder Salzwasser. Das Land ist in 17 autonome Regionen unterteilt, jede mit eigenen Regeln zu Schonzeiten, Mindestmaßen, Fanglimits und Methoden. Informiere dich immer über die Bestimmungen in deiner Region. Für bestimmte Strecken brauchst du zusätzliche Genehmigungen. Häufig sind maximal zwei Ruten pro Angler erlaubt. Halte Abstand zu Badegästen und Berufsfischern. Fang und Zurücksetzen ist weit verbreitet und oft vorgeschrieben. Verkäufe aus Freizeitfängen sind nicht erlaubt.
Auch abseits des Wassers hat Spanien viel zu bieten, von spektakulären Wanderwegen über mittelalterliche Dörfer bis zu römischen Ruinen und kulinarischen Highlights im Baskenland oder in La Rioja.
Ob brachiale Drills mit Ebro-Welsen, feines Fliegenfischen in den Pyrenäen oder Big Game auf Thunfisch vor Gibraltar, Spanien bietet dir ein Angelabenteuer voller Vielfalt. Dazu kommen erstklassiges Essen, spannende Kultur und ein Klima, das fast das ganze Jahr über mitspielt. Buche jetzt deine Angelhütte und plane den Spanien-Trip, von dem du schon lange träumst.